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Drei Frösche (2008)

Um was geht’s?

Ein kleines Beispiel für den Unterschied zwischen Wollen und Machen. Oder wie die Jugend zu sagen pflegt: „Tun ist wie wollen – nur krasser“



Kurze Erinnerungshilfe
  • Analyse nicht mit Umsetzung verwechseln.Wirksamkeit prüfen.
  • Notwendigkeit prüfen.
  • Diskussionen aushalten.

Und in der Praxis?

Tatsächlich stammt der Spruch „Don’t confuse analysis with action“ aus dem Börsenparkett. Weil immer viele Analysen gemacht werden, ohne zu handeln.

Und das gilt auch für das Risikomanagement.


Reflexionsfragen
  • Sind Sie zögerlich?
  • Setzen Sie „Actions“ auch tatsächlich um oder sind Sie mehr der Typ „man könnte mal…“

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Was könnte man tun? (2007)

Um was geht’s?

Die beste Analyse hilft nichts, wenn anschließend keine Maßnahme erfolgt. Don’t confuse anlysis with action…



Kurze Erinnerungshilfe
  • Was machen wir mit den benannten Risiken?
  • Grundsätzlich haben wir folgende Möglichkeiten:
    • Nichts tun.
    • Nichts tun, aber Notfallplan haben.
    • Vermindern oder Vermehren – Eintrittswahrscheinlichkeit oder Auswirkung.
    • Jemand anderem geben.
    • Vermeiden oder Erzwingen.

Und in der Praxis?

Wenn Risikomanagement allgemein ein Stiefkind ist, dann ist dieses Kapitel das „Schwarze Loch„. Viele gut gemeinte Ansätze im Risikomanagement enden bei der Analyse. Und werden dann nicht umgesetzt. Dann hätte man sich aber die ganze Arbeit auch sparen können.


Reflexionsfragen

Ganz einfache Nagelprobe, um zu sehen, wie es um Ihr Risikomanagement steht: Wie viele im Vorfeld geplante Risikomaßnahmen haben Sie die letzten vier Wochen aktiv umgesetzt?

Wenn Ihre Antwort lautet: „Keine, weil keine Zeit, ich hatte so viele Probleme zu lösen“, sollte alles klar sein 🙂


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Wie schlimm ist schlimm? Wahrnehmungsfehler! (2006)

Um was geht’s?

Die Frage, wie schlimm (gut, böse, schwierig…) ein Sachverhalt ist, hängt auch von unserer eigenen Wahrnehmung ab. Hier ein Beispiele für Wahrnehmungsfehler.



Kurze Erinnerungshilfe

Wahrnehmungsfehler bei der Frage „Wie schlimm ist schlimm?“ 

  • Der Mensch an sich hat große Probleme beim intuitiven Umgang mit Wahrscheinlichkeiten.
    • Eintrittswahrscheinlichkeiten sind immer statistisch errechnet. Also auf große Anzahl von „Versuchen“ bezogen.
      Im Einzelfall passiert’s aber oder eben nicht.
    • Wir neigen dazu im Gewinn risikoavers zu werden und im Verlust risikofreudig
  • Verfügbarkeitsheuristik: Verfügbare, aktuelle oder häufig präsentierte Informationen werden höher bewertet
  • Wahrscheinlichkeiten von unabhängigen Ereignissen können kombiniert werden: 
    • Sie kann auch kombiniert nie höher sein wie die kleinste Einzel-Eintrittswahrscheinlichkeit. 
  • Bewertungen für die Eintrittswahrscheinlichkeit
    • Statistische Größe
    • Keine Garantie
    • Nur Näherungswert, ein mathematisches Modell
    • Unverzichtbar! Wird gebraucht, um Risiken zu bewerten!

Und in der Praxis?

Schwierig. Heuristiken und Wahrnehmungsverzerrungen kommen unbemerkt vor – also unbewusst. Wären Sie bewusst, wären sie nicht so problematisch.


Ein passender Podcast

Reflexionsfragen
  • Kennen Sie Ihre Glaubenssätze? Die Antwort kann nur „Nein“ sein – weil es viel zu viele sind. Aber haben Sie sich schon mal mit Thema befasst?
  • Haben Sie ein privates Beispiel für eine eigene Wahrnehmungsverzerrung?

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Wie schlimm ist schlimm? (2005)

Um was geht’s?

Die Beschreibung eines Risikos ist ja nur der Anfang. Jetzt überlegen wir, wie wir diese (richtig beschriebenen) Risiken bewerten.



Kurze Erinnerungshilfe
  • Wie schlimm ist schlimm = Risikoanalyse
  • Risikoanalyse
    • ist ein (richtig) beschriebenes Risiko
    • das dann in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet wird.
  • Pragmatischer Ansatz
    • Beides auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten.
    • Alles zusammenführen (Beschreibung, Bewertung, Maßnahme)
    • Vielleicht das Risiko grafisch in einer Matrix darstellen – Eintrittswahrscheinlichkeit gegen Auswirkung – eintragen.

Und in der Praxis?

Nun, die methodische Analyse erfolgt in der Regel meist nur „aus dem Bauch“. Wobei Bauchgefühle gar nicht so schlecht sind – sie deuten oftmals frühzeitig auf Gefahrenzonen oder generell Zonen großer Unsicherheit hin.

Schlimmer als mangelnde Analyse ist die Reduzierung eines Risikos auf die reine Unsicherheit. Das ist dann aber nur die eine Hälfte der Wahrheit.


Reflexionsfragen
  • Wie beschreiben Sie Risiken? Nur als Unsicherheit? Wie bewerten Sie das dann?
  • Bringen Sie die Auswirkung zum Ausdruck, wenn die Unsicherheit eintreten sollte?

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Kind beim Namen nennen (2004)

Um was geht’s?

Um mit Risiken wirkungsvoll umgehen zu können, müssen diese zuerst einmal richtig beschrieben werden.



Kurze Erinnerungshilfe
  • Risiken lassen sich erst richtig managen, wenn sie richtig benannt wurden.
  • Abkürzende Beschreibungen sind natürlich erlaubt – wenn alle Beteiligten wissen, worum es tatsächlich geht.
  • Beim Risiko geht es vor allem um die Auswirkung! Benennen Sie diese also so konkret wie möglich.

Und in der Praxis?

In der Praxis wird meist eine maximale Kurzform verwendet:

Wie lautet das Risiko? Ressourcen!

Nun, vielleicht und hoffentlich wissen die Beteiligten, was damit gemeint ist. Man darf aber Zweifel anmelden. Vor allem, weil das natürlich Tür und Tor öffnet für Missverständnisse.


Reflexionsfragen
  • Wie beschreiben Sie Risiken? Richtig? Ausführlich?
  • Wenn Sie in einem Team/Meeting/Projekt über Risiken diskutieren – sind da alle auf der gleichen Wellenlänge?
  • Könnten Sie das Beispiel oben („Ressourcen“) richtig verstehen?

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Im Guten wie im Schlechten (2003)

Um was geht’s?

Überraschung! Ein Risiko kann auch gut sein. Der Begriff ist tatsächlich wertneutral. Gute Unsicherheiten sind Chancen schlechte Unsicherheiten sind Bedrohungen. Und beides sind Risiken.



Kurze Erinnerungshilfe
  • Risiko = Unsicherheit x Auswirkung
    • Negative Auswirkung = Negatives Risiko = Bedrohung
    • Positive Auswirkung = Positives Risiko = Chance
  • Der Begriff Risiko an sich ist wertneutral.
    • Auch wenn er im Alltag nicht so verwendet wird.
    • Alle Normen sprechen aber von positiven und negativen Risiken – Bedrohung und Chance.

Und in der Praxis?

Risiko ist in der Praxis immer negativ. Sie laufen Gefahr, schräg angesehen zu werden, wenn Sie von positiven Risiken sprechen. Das Gegenteil von einem Risiko ist ein Chance. Angeblich. Betrachten Sie einfach die Wirtschaftsnachrichten von heute. Irgendeiner hat mit Sicherheit wieder gesagt: Diese Aktie (…) hat Risiko und Chance…

Schade: Wenn wir uns nur auf die Bedrohungsseite konzentrieren, verpassen wir die Hälfte der Möglichkeiten, die uns das Risikomanagement bieten kann.


Reflexionsfragen
  • Haben Sie schon mal versucht, ein positives Risiko zu identifizieren?
  • Untersuchen Sie doch mal den Satz „Lass uns ‚was riskieren…“

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Zielbezug (2002)

Um was geht’s?

Risiken müssen immer einen Zielbezug haben. Unsicherheit alleine reicht nicht.



Kurze Erinnerungshilfe
  • Ein Risiko ist eine Unsicherheit, die eine Auswirkung auf eines meiner Ziele hat.
  • Nicht die Unsicherheit (Gewitter, Stau) ist das Risiko, sondern die Auswirkung auf mein Ziel in Verbindung mit dieser Unsicherheit.
  • Keine Ziele – keine Risiken.
  • Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit x Auswirkung.
  • Praxistipp: Zielbetrachtung vor Risikobetrachtung.

Und in der Praxis?

Meist wird umgangssprachlich die Unsicherheit zum Risiko erhoben.

Dabei ist es unerheblich, ob ich in einen Stau haben könnte oder nicht – es kommt vielmehr und immer auf die Ziele, die Absicht, die Folge an. Weniger auf die Unsicherheit.

Da wo die Zielsetzung auf der Hand liegt (z.B. Vermeidung eines Atomumfalls, damit es nicht zu Millionen von Toten kommt), kann das Risiko ausnahmsweise auf die Unsicherheit reduziert werden. Leider wird das aber zu oft gemacht.


Reflexionsfragen
  • Prüfen Sie doch bitte Ihre persönliche Risikowahrnehmung. Benennen Sie auch eher Unsicherheiten statt Auswirkungen auf Ziele?
  • Betrachten Sie jetzt die Sache eher von der Zielebene her. Sehen dann Ihre Einschätzungen anders aus?

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Psychologischer Unterschied Risiko und Problem (2001)

Um was geht’s?

Eigentlich sind Risiken (selbst Bedrohungen) ja gut, weil sie noch nicht da sind. Aber anscheinend können wir mit einer Unsicherheit weit weniger gut umgehen als mit der Gewissheit eines Desasters. Schon paradox, oder?



Kurze Erinnerungshilfe
  • Es fällt uns leichter zu reagieren, als präventiv zu agieren.
  • Ein Risiko ist unsicher
    • Prävention bedeutet: Eine Situation kann eintreten. Manche Präventionsmaßnahmen sind überflüssig. 
  • Probleme sind sicher
    • Problemlösung muss sein. Man weiß genau, was zu tun ist. Es ist nie umsonst.
    • Aber Firefighting, Reaktion ist keine echte Option, da teuer.
  •  Prävention bedeutet 
    • Gedanken machen und planen 
    • Einkalkulieren, dass wir mit einer Einschätzung auch mal daneben liegen können.
  • Die Überlegungen laufen im Großhirn ab und brauchen viel Energie. Anstregend!
  • Reaktion gehorcht ganz anderen Verhaltensmustern: ich muss handeln.
  • Risikomanagement ist ein optionales Extra, da kein akuter Handlungsbedarf besteht.
  • Abwarten ist teurer, aber (auch evolutionär) einfacher damit umzugehen.

Und in der Praxis?

Risiken zu betrachten heißt, zu überlegen wie ein Thema in der Zukunft aussehen kann. Aber häufig warten wir, bis daraus ein Problem entstanden ist.  Und erst dann kümmern wir uns darum.


Reflexionsfragen
  • Wie leicht fällt es Ihnen, sich über (negative) Dinge Gedanken zu machen, ohne in eine Art Pessimismus zu verfallen?
  • Sie können ganz einfach feststellen, ob Sie ein „Risikomanager“ sind, auch im privaten Umfeld: Wie halten Sie es generell mit präventiven Maßnahmen?

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Ein Risiko? – Kein Problem! (2000)

Um was geht’s?

Dieses Kapitel befasst sich mit dem Wesen eines Risikos: Das sollte nicht mit einem Problem verwechselt werden, immer einen Zielbezug haben und darüber aufklären, warum der oft genutzte Ausdruck „Risiko und Chance“ eigentlich falsch ist.



Kurze Erinnerungshilfe
  • (Negative) Risiken sind etwas anderes als Probleme.
  • Risiko: Ich sehe dunkle Wolken, es könnte regnen. Muss aber nicht.
  • Problem: Ich stehe im Regen und werde nass.
  • Problemlösung ist teurer als Prävention.
  • Umgang mit Problemen: Reaktion.

Und in der Praxis?

Risikomanagement ist ein Stiefkind. Jeder spricht drüber – umgangssprachlich. Methodisch wird allerdings wenig dafür getan, Risiken systematisch zu erheben und konsequent zu verfolgen.

Dabei ist es eine Binsenweisheit, dass Prävention billiger ist als zu warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.


Ein passender Podcast

Reflexionsfragen
  • Hand aufs Herz: Wie gehen Sie mit Bedrohungen um?
  • Unterscheiden Sie bewusst zwischen Bedrohung und Problem?
  • Gibt es eine Aufzeichnung möglicher Probleme?
  • Und wenn ja, werden proaktive Maßnahmen umgesetzt?

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